06 Juli 2014
09 Juni 2013
worte wie heu
Genannt sei die Knäkente (Anas querquedula). Der Name dieses Vogels, der wohl seine Lautäußerungen widerspiegelt, fällt mir stets ein, wenn ich eine bestimmte Art von Frauenstimme höre, die in letzter Zeit häufiger geworden zu sein scheint, eine gepresste, ja gequetschte, auf jeden Fall grell und unwarm klingende Stimme, die wahrscheinlich auf den Genuß falscher Vorbilder zurückzuführen ist. Junge Frauen, die, und sei es auch nur insgeheim, so sein möchten wie etwas Heidi Klum, Paris Hilton oder Verona Poth, gelingt es oft in erschreckender Weise, zumindest wie diese zu klingen. Sie sägen ihre Worte regelrecht in die wehrlose Luft. Unter reiferen Damen ist diese stimmliche Disposition seltener anzutreffen, sie scheint sich mit den Jahren wegzuleiern. Ich möchte gewiss niemanden tadeln, nur weil er nicht wie Christian Brückner klingt, möchte auch kein Gender-Süppchen kochen, aber eines ist doch auffällig und daher bedenkenswert: Bei Frauen, die in Wirtschaft und Politik gehobene Positionen einnehmen, findet sich die beschriebene Quetschstimme nie. Zwar haben nicht alle Politikerinnen so angenehme Stimmen wie Angela Merkel oder Ursula von der Leyen, aber so richtig fies greinend klingt keine. Der Knäkentensound scheint somit ein richtiger Karrierehemmer zu sein wie sonst nur weiße Fingernägel oder Jeans mit bestickten Gesäßpartien. Nun, benachteiligende Hosen kann man an Bedürftige weiterreichen, aufstiegsundienliche Fingernägel abbrechen, wegkauen oder mit Pflaster umwickeln, aber wie wird man der stimmlichen Missverhältnisse Herr? In den seltensten Fällen müßte operiert werden, in den meisten Fällen würden ein paar Besuche beim Logopäden ausreichen. Ein großes Problembewusstseins in Fragen des Redeklangs scheint jedoch nicht zu bestehen, selbst in den Weiten des Internets findet sich kaum etwas über die Therapie stimmlich fehldisponierter junger Damen. Wie es so oft ist: Ein hochinteressantes Thema, und man hat mal wieder keinen Menschen mit dem man darüber reden kann.
Da traf es sich nicht schlecht, daß ich neulich nach fast vierzig Jahren ein ehemaliges Mädchen wiedertraf, eine Klassenkameradin, die in eine andere Stadt gezogen ist, als wir in der Siebten waren. Sie war damals ein modisch freches Teenage-Girl mit Migrationshintergrund, jetzt geht sie höchst erfolgreich einer seltsamen Berufstätigkeit nach. Wie der Beruf heißt, weiß ich gar nicht, wahrscheinlich irgendwas mit »Consulting«. Sie fährt durchs Land, besucht Unternehmen, nimmt das Personal ins Visier und teilt der Geschäftsleitung mit, welche Mitarbeiter sie behalten könnte und welche man lieber entlassen sollte. Mit denen, für dessen Verbleib sie sich ausspricht, führt sie anschließend Einzelgespräche, in denen sie den Mitarbeitern sagt, daß sie falsch sitzen, falsch gehen, falsch sprechen, falsch gucken, falsch lachen und sich falsch kleiden. Ein wahrer Horrorberuf also, doch die alte Kameradin übt ihn gerne aus und daher sicher gut. Ich dachte: Fein, so habe ich endlich eine Ansprechpartnerin gefunden zum Thema »Entenstimmenphänomen«.
Mit dem Begriff »Entenstimmenphänomen« bin ich übrigens keineswegs zufrieden, er ist eine lächerlich und verharmlosend klingende Notlösung, da ich keinen Logopäden kenne, den ich um einen seriösen Fachbegriff bitten könnte, und ich bin auch kein Journalist, der dreist irgendwo anruft und fragt: «Wie heißt’n das, wenn Frauen so quäken?« (»Hyperfunktionelle Dysphonie«), bekäme man zu hören.) Die alte Kameradin führte aus, daß sie bislang nicht mit Logopäden zusammengearbeitet habe, auf jeden Fall sei die Stimme ein Problem, auch bei Männern, die bisweilen zum Dröhnen neigen, aber doch viel häufiger bei Frauen. Meine Vermutung, daß das beschriebene Stimmproblem bei beruflich höher gestellten Frauen nicht vorkomme, sei jedenfalls richtig. Ich fragte nun, an was es denn ihrer Erfahrung nach liege, daß Frauen auf der Karriereleiter so häufig auf den mittleren Sprossen eindösen. Der Glaube an die These, daß allein uralte Männerbünde und verkrustete Strukturen dafür verantwortlich zu machen seien, sei doch weithin am Schwinden. Da sprach die alte Kameradin, Hauptursache für die schwächliche Karriereperformance von Frauen sei mangelnde Einsicht in die Notwendigkeit, in eine vernünftige Business-Garderobe zu investieren.
Diese deutliche Ansage verblüffte mich etwas, zumal meine Gesprächspartnerin keineswegs das zu sein schien, was der grobe Volksmund eine »Zicke« nennt, und gewiss auch keine Fürsprecherin öder Gouvernantenblusen, sondern eine Frau mit Fachverstand und klarem Sinn. Es sei schon vorgekommen, sagte sie, daß weibliche Betriebsangehörige in Tränen ausbrachen, nachdem sie ihre Jeans zur Sprache brachte. Einmal sei sie sogar tätlich angegriffen und eine Stilpolizistin gescholten worden. Oh ja, die Jeans! Noch nicht häufig werden sie als gesellschaftliches Problem gesehen. Es müßte einmal versuchsweise die Parole ausgegeben werden: »Wer Jeans trägt, wird schlechter bezahlt!« Die Kostümbildnerin der wegen ihrer gutgekleideten Figuren gefeierten Fernsehserie «Mad Men« äußerte im Interview die Befürchtung, es würden bestimmt noch dreißig Jahre verstreichen, bis die Welt endlich aus ihren verdammten Jeans herausfindet. Warum aber glauben erwachsene deutsche Frauen, sie könnten in knallengen Sexy-Jeans und Glitzerschuhen im Wirtschaftsleben reüssieren? Weil sie ihr Frausein nicht kaschieren wollen! Weil sie im Fernsehen immerfort aufgemotzte Moderatorinnen sehen und nicht wahrhaben wollen, daß Fernsehen und Entertainment die einzigen Sphären sind, wo man in solch einen Aufzug Karriere machen kann! Weil sie nicht wissen, daß »sexy» das neue »spießig» ist! Und auch weil es vorkommen kann, daß bestimmte Sorten von Menschen, denen seit Jahrzehnten gepredigt wird, wie stark und rundum großartig sie sind, Schwächen in Bezug auf die Selbstwahrnehmung entwickeln.
Eine ältere Berliner Uni-Professorin erzählte einmal zu vorgerückter Stunde, daß sie manchmal aus den Socken fahren könnte, wenn sie sähe, wie manche Studentinnen, den Kopf auf die Hand gestützt, dasäßen und an ihren Schreibwerkzeugen herumknabberten. Manchmal würde sie am liebsten zu einer von denen an den Platz gehen, ihr den Stift entreißen und rufen: »Nächstes Mal bringe ich Ihnen einen Schnuller mit!«
Es sollte sich jeder zur Selbstprüfung bereite Mensch einmal vor den Spiegel stellen und sich mit einem Kugelschreiber die Lippen beklopfen, um den Stift anschließend kauend und lutschend zu traktieren. Dann frage ein jeder sich: »Sehe ich aus wie eine vom Geschäftsleben dringend benötigte Autoritätsperson oder eher ein bisschen dämlich?«
Ebenso sollte man, an einem Wintertag etwa, einen großen Schneiderspiegel auf die Straße tragen, sich vor ihm stellen, eine Zigarette rauchen und sich fragen: »Wie sehe ich aus, wenn ich an der frischen Luft rauche?«. Man sieht auf den städtischen Bürgersteigen überall die jungen Damen aus den Arzt- und Anwaltspraxen dick eingemummelt ihre Rauchpausen erledigen. Was wird da nicht gefröstelt und gebibbert! Sie trippeln und tänzeln um sich etwas wärmer zu machen, und ihre Blicke sagen: »Ach wir armen Hascherl, wie schlimm es ist hier draußen zu rauchen! Kann nicht jemand eine Kamelhaardecke um uns legen?«.
Der Betrachter solcher Szenen fragt sich: Wenn sie so erbärmlich frieren, warum stellen sie sich dann auf die Straße?
Die Chefin steht nicht auf der Straße und raucht. Sie verzichtet auf Rauchpausen. Und wenn sie doch einmal Rauchen geht, dann verzichtet sie auf demonstratives Frieren.
(Meine hiermit provisorisch zu Ende gebrachte Story möchte ich übrigens als in einem vernünftig abwiegenden Sinne feministisch verstanden wissen.)
Da traf es sich nicht schlecht, daß ich neulich nach fast vierzig Jahren ein ehemaliges Mädchen wiedertraf, eine Klassenkameradin, die in eine andere Stadt gezogen ist, als wir in der Siebten waren. Sie war damals ein modisch freches Teenage-Girl mit Migrationshintergrund, jetzt geht sie höchst erfolgreich einer seltsamen Berufstätigkeit nach. Wie der Beruf heißt, weiß ich gar nicht, wahrscheinlich irgendwas mit »Consulting«. Sie fährt durchs Land, besucht Unternehmen, nimmt das Personal ins Visier und teilt der Geschäftsleitung mit, welche Mitarbeiter sie behalten könnte und welche man lieber entlassen sollte. Mit denen, für dessen Verbleib sie sich ausspricht, führt sie anschließend Einzelgespräche, in denen sie den Mitarbeitern sagt, daß sie falsch sitzen, falsch gehen, falsch sprechen, falsch gucken, falsch lachen und sich falsch kleiden. Ein wahrer Horrorberuf also, doch die alte Kameradin übt ihn gerne aus und daher sicher gut. Ich dachte: Fein, so habe ich endlich eine Ansprechpartnerin gefunden zum Thema »Entenstimmenphänomen«.
Mit dem Begriff »Entenstimmenphänomen« bin ich übrigens keineswegs zufrieden, er ist eine lächerlich und verharmlosend klingende Notlösung, da ich keinen Logopäden kenne, den ich um einen seriösen Fachbegriff bitten könnte, und ich bin auch kein Journalist, der dreist irgendwo anruft und fragt: «Wie heißt’n das, wenn Frauen so quäken?« (»Hyperfunktionelle Dysphonie«), bekäme man zu hören.) Die alte Kameradin führte aus, daß sie bislang nicht mit Logopäden zusammengearbeitet habe, auf jeden Fall sei die Stimme ein Problem, auch bei Männern, die bisweilen zum Dröhnen neigen, aber doch viel häufiger bei Frauen. Meine Vermutung, daß das beschriebene Stimmproblem bei beruflich höher gestellten Frauen nicht vorkomme, sei jedenfalls richtig. Ich fragte nun, an was es denn ihrer Erfahrung nach liege, daß Frauen auf der Karriereleiter so häufig auf den mittleren Sprossen eindösen. Der Glaube an die These, daß allein uralte Männerbünde und verkrustete Strukturen dafür verantwortlich zu machen seien, sei doch weithin am Schwinden. Da sprach die alte Kameradin, Hauptursache für die schwächliche Karriereperformance von Frauen sei mangelnde Einsicht in die Notwendigkeit, in eine vernünftige Business-Garderobe zu investieren.
Diese deutliche Ansage verblüffte mich etwas, zumal meine Gesprächspartnerin keineswegs das zu sein schien, was der grobe Volksmund eine »Zicke« nennt, und gewiss auch keine Fürsprecherin öder Gouvernantenblusen, sondern eine Frau mit Fachverstand und klarem Sinn. Es sei schon vorgekommen, sagte sie, daß weibliche Betriebsangehörige in Tränen ausbrachen, nachdem sie ihre Jeans zur Sprache brachte. Einmal sei sie sogar tätlich angegriffen und eine Stilpolizistin gescholten worden. Oh ja, die Jeans! Noch nicht häufig werden sie als gesellschaftliches Problem gesehen. Es müßte einmal versuchsweise die Parole ausgegeben werden: »Wer Jeans trägt, wird schlechter bezahlt!« Die Kostümbildnerin der wegen ihrer gutgekleideten Figuren gefeierten Fernsehserie «Mad Men« äußerte im Interview die Befürchtung, es würden bestimmt noch dreißig Jahre verstreichen, bis die Welt endlich aus ihren verdammten Jeans herausfindet. Warum aber glauben erwachsene deutsche Frauen, sie könnten in knallengen Sexy-Jeans und Glitzerschuhen im Wirtschaftsleben reüssieren? Weil sie ihr Frausein nicht kaschieren wollen! Weil sie im Fernsehen immerfort aufgemotzte Moderatorinnen sehen und nicht wahrhaben wollen, daß Fernsehen und Entertainment die einzigen Sphären sind, wo man in solch einen Aufzug Karriere machen kann! Weil sie nicht wissen, daß »sexy» das neue »spießig» ist! Und auch weil es vorkommen kann, daß bestimmte Sorten von Menschen, denen seit Jahrzehnten gepredigt wird, wie stark und rundum großartig sie sind, Schwächen in Bezug auf die Selbstwahrnehmung entwickeln.
Eine ältere Berliner Uni-Professorin erzählte einmal zu vorgerückter Stunde, daß sie manchmal aus den Socken fahren könnte, wenn sie sähe, wie manche Studentinnen, den Kopf auf die Hand gestützt, dasäßen und an ihren Schreibwerkzeugen herumknabberten. Manchmal würde sie am liebsten zu einer von denen an den Platz gehen, ihr den Stift entreißen und rufen: »Nächstes Mal bringe ich Ihnen einen Schnuller mit!«
Es sollte sich jeder zur Selbstprüfung bereite Mensch einmal vor den Spiegel stellen und sich mit einem Kugelschreiber die Lippen beklopfen, um den Stift anschließend kauend und lutschend zu traktieren. Dann frage ein jeder sich: »Sehe ich aus wie eine vom Geschäftsleben dringend benötigte Autoritätsperson oder eher ein bisschen dämlich?«
Ebenso sollte man, an einem Wintertag etwa, einen großen Schneiderspiegel auf die Straße tragen, sich vor ihm stellen, eine Zigarette rauchen und sich fragen: »Wie sehe ich aus, wenn ich an der frischen Luft rauche?«. Man sieht auf den städtischen Bürgersteigen überall die jungen Damen aus den Arzt- und Anwaltspraxen dick eingemummelt ihre Rauchpausen erledigen. Was wird da nicht gefröstelt und gebibbert! Sie trippeln und tänzeln um sich etwas wärmer zu machen, und ihre Blicke sagen: »Ach wir armen Hascherl, wie schlimm es ist hier draußen zu rauchen! Kann nicht jemand eine Kamelhaardecke um uns legen?«.
Der Betrachter solcher Szenen fragt sich: Wenn sie so erbärmlich frieren, warum stellen sie sich dann auf die Straße?
Die Chefin steht nicht auf der Straße und raucht. Sie verzichtet auf Rauchpausen. Und wenn sie doch einmal Rauchen geht, dann verzichtet sie auf demonstratives Frieren.
(Meine hiermit provisorisch zu Ende gebrachte Story möchte ich übrigens als in einem vernünftig abwiegenden Sinne feministisch verstanden wissen.)
18 März 2012
narr.halla
manchmal tut etwas so weh, dass man gar nicht mehr weis, wann es anfing. und ob es aufhört. eine unendliche mitte.
als mathematikerin muss ich jetzt schon fast schmunzeln ;-)
froschgrünes
that's it
;)
als mathematikerin muss ich jetzt schon fast schmunzeln ;-)
froschgrünes
that's it
;)
10 November 2011
15 Oktober 2011
vom minuten runter zählen.
vergangenheit und zukunft haben keine bedeutung mehr. und du weisst: du hast es in der hand.
weiß wie schnee.
schneeblind?
0:35
und trotzdem.
0:30
pyramide vs. sandburg.
0:22
wahrheit ist so weiß wia schnee [auch ein ambros]
caramelblau.
und danke für die antwort auf das nichtfärbare kaninchen.
ja. das ist gut so.
that's it.
emmmi
weiß wie schnee.
schneeblind?
0:35
und trotzdem.
0:30
pyramide vs. sandburg.
0:22
wahrheit ist so weiß wia schnee [auch ein ambros]
caramelblau.
und danke für die antwort auf das nichtfärbare kaninchen.
ja. das ist gut so.
that's it.
emmmi
07 Juni 2011
auch so ein tag.
der fängt mit einem kaffee und einem gelassenen maß an leichtigkeit an... um nicht das wort "vorfreude" über zu strapazieren.
tja, und dann nimmt dieses 24-stunden ding seinen lauf. alles geht schief. und das ist noch das beste daran.
holla die wildpirsch!
nicht mein jahr, mein monat, meine woche, mein tag.
vielleicht sollte ich den kaffee weglassen?
rosabunte grüße
und
that's it
tja, und dann nimmt dieses 24-stunden ding seinen lauf. alles geht schief. und das ist noch das beste daran.
holla die wildpirsch!
nicht mein jahr, mein monat, meine woche, mein tag.
vielleicht sollte ich den kaffee weglassen?
rosabunte grüße
und
that's it
29 Mai 2011
ohne farbe.
das erinnert mich daran... ich sollte viel mehr schreiben. twink sagte das.
sie sagte, irreversible schlupflider wären ein gutes thema. typisch für twink.
nein. so einfach ist das nicht. manchmal ist es wichtig, gar kein thema zu haben. sonst verzettelt man sich nur. im thema. oder in der liebe. oder mit erwartungen. oder einfach: wünschen.
und wünsche gibt es nur im märchen. und da gibt es prinzen, könige, prinzessinnen - und so geniale teile wie: drachen!
irgendwie erinnert das an computerspiele. aber genau das ist ja gerade nicht "en vougue".
naja. alles hat seine zeit.
liebe, verständniss, verzeihen, sex... ja, auch sex braucht etwas zeit....
that's it
- ohne farbe -
sie sagte, irreversible schlupflider wären ein gutes thema. typisch für twink.
nein. so einfach ist das nicht. manchmal ist es wichtig, gar kein thema zu haben. sonst verzettelt man sich nur. im thema. oder in der liebe. oder mit erwartungen. oder einfach: wünschen.
und wünsche gibt es nur im märchen. und da gibt es prinzen, könige, prinzessinnen - und so geniale teile wie: drachen!
irgendwie erinnert das an computerspiele. aber genau das ist ja gerade nicht "en vougue".
naja. alles hat seine zeit.
liebe, verständniss, verzeihen, sex... ja, auch sex braucht etwas zeit....
that's it
- ohne farbe -
29 Januar 2011
fundstück ;)
Ich dusche gerne, auch nackt …
Ich habe bis unendlich gezählt! (Schon zweimal)
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem.
Ich stelle mich tot, wenn es an der Tür klingelt.
Ich drück' die Fernbedienung fester wenn die Batterien leer sind.
Ich drücke an Türen, auf denen dick und fett ZIEHEN steht.
Ich lebe in meiner eigenen Welt aber das ist gut so, man kennt mich dort.
Du hast zwar recht, aber ich finde meine Meinung besser.
Die Vernunft verfolgt mich ... aber ich bin schneller .......
Ich habe den geplatzten Puffmais aufgegessen bevor der Film beginnt.
Ich laufe beim telefonieren durch die Gegend.
Muss mein Handy anrufen um es zu finden.
Kann den Wecker ausschalten ohne aufzuwachen.
Ich schaue auf die Uhr und vergesse die Zeit sofort wieder.
Ich muss manchmal wieder aus dem Zimmer raus gehen weil ich nicht mehr Weiß, was ich dort wollte ...
Ich stehe mir öfters selbst im Weg.
Wenn ich alt bin, werde ich nur nörgeln. Das wird ein Spaß!
that's it
;))
Ich habe bis unendlich gezählt! (Schon zweimal)
Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem.
Ich stelle mich tot, wenn es an der Tür klingelt.
Ich drück' die Fernbedienung fester wenn die Batterien leer sind.
Ich drücke an Türen, auf denen dick und fett ZIEHEN steht.
Ich lebe in meiner eigenen Welt aber das ist gut so, man kennt mich dort.
Du hast zwar recht, aber ich finde meine Meinung besser.
Die Vernunft verfolgt mich ... aber ich bin schneller .......
Ich habe den geplatzten Puffmais aufgegessen bevor der Film beginnt.
Ich laufe beim telefonieren durch die Gegend.
Muss mein Handy anrufen um es zu finden.
Kann den Wecker ausschalten ohne aufzuwachen.
Ich schaue auf die Uhr und vergesse die Zeit sofort wieder.
Ich muss manchmal wieder aus dem Zimmer raus gehen weil ich nicht mehr Weiß, was ich dort wollte ...
Ich stehe mir öfters selbst im Weg.
Wenn ich alt bin, werde ich nur nörgeln. Das wird ein Spaß!
that's it
;))
17 Dezember 2010
po.sitiv
quasi ne auftragsarbeit.
ich schreibe nur negatives zeuch. sagt er.
stimmt. irgendwie. zerflixt!
aber ansonsten bin ich ja beschäftigt. mit was? immer nur mit dem weltbesten sex, den ... hachzzzz! [<- seeeen!]
>>> po.sitiver vollig verknallter platzhalter <<<
yours.
that's it.
ich schreibe nur negatives zeuch. sagt er.
stimmt. irgendwie. zerflixt!
aber ansonsten bin ich ja beschäftigt. mit was? immer nur mit dem weltbesten sex, den ... hachzzzz! [<- seeeen!]
>>> po.sitiver vollig verknallter platzhalter <<<
yours.
that's it.
16 Dezember 2010
zeit.reise
wenn wir mitten im fluss der dinge den kopf unzufrieden herausstrecken und aus dem taumel des werdens rebellisch aufwachen, treibt uns der fluchtversuch zur verneinung der zeit.
der lange abschied
ich bin in russland. vielleicht vladivostok. die sonne geht auf. bedächtig. es ist 9 uhr morgens in deutschland. ein leiser zug zischt mir eisblumen ins fahle gesicht.
fast ein bisschen romantisch. verlaufene wimpertusche hat ja immer etwas verwegenes. auch in meinem alter.
wobei. ich wollte immer weise werden - aber nie alt.
was würde chandler dazu sagen?
"Ich nickte und betrachtete über mein Glas hinweg ihre Stupsnase und ihre sonnengebräunte Haut."
apropos chandler ;)
"Es gibt solche Blondinen und solche, das ist heutzutage fast schon ein geflügelter Witz. Alle Blondinen haben ihre Mucken, mit Ausnahme vielleicht nur der wasserstoffblonden, die jenseits der Chemie so blond sind wie ein Zulu und vom Gemüt so glatt wie ein Bürgersteig. Da gibt es das kleine süsse Blondchen, das piepst und zwitschert, und die große statuenhafte Blondine, die nur einen einzigen ihrer eisblauen Blicke braucht, um einen auf Distanz zu halten. Da gibt es die Blondine, die hinreißend zu einem aufschaut und ebenso hinreißend duftet und schimmert und einem am Arm hängt und die dann immer so sehr, sehr müde ist, wenn man sie heimbringt. Sie macht dauernd diesen hilflosen Eindruck und hat dauernd diese gottverdammten Kopfschmerzen, und man würde ihr am liebsten eine runterhauen, wenn man nicht heilfroh wäre, das mit den Kopfschmerzen noch rechtzeitig entdeckt zu haben, bevor man zuviel Zeit, Geld und Hoffnung in sie investiert hat. Denn diese Kopfschmerzen werden immer da sein, eine Waffe, die nie stumpf wird und so tödlich ist wie der Stoßdegen eines Meuchelmörders oder Lukrezias Giftfläschchen.
Da gibt es die sanfte und willige Blondine mit dem Hang zum Alkohol, der ganz egal ist, was sie anhat, solange es nur Nerz ist, oder wohin man mit ihr geht, solange es nur das "Starlight Roof" ist und der trockene Champagner in Strömen fließt. Da gibt es die kesse kleine Blondine, die ein bisschen bleich ist und für sich selber zahlen will und voll Sonnenschein und Mutterwitz steckt und Judo gelernt hat und einen Lastwagenfahrer mit einem Schulterschwung aufs Kreuz legt, ohne dabei mehr zu verpassen als einen Satz aus dem Leitartikel im "Saturday Review". Da gibt es die blasse, sehr blasse Blondine, die an einer zwar nicht tödlichen, aber unheilbaren Form von Anämie leidet. Sie ist sehr schwach, fast nur noch ein Schatten ihrer selbst, spricht ganz leise wie aus dem Nichts, und man kann sie nicht mal mit dem kleinen Finger anfassen, weil man das erstens gar nicht will und weil sie zweitens gerade "Das wüste Land" liest oder Dante im Original oder Kafka oder Kierkegaard oder Provenzialisch studiert. Sie schwärmt für Musik, und wenn die New Yorker Philharmoniker Hindemith spielen, kann sie einem sagen, welcher der sechs Kontrabässe mit seinem Einsatz ein Viertel zu spät gekommen ist. Ich höre, Toscanini kann das auch. Damit sind es schon zwei.
Und schließlich gibt es die Superblondine, das Prachtstück zum Vorzeigen, das [...]
[aus: Der lange Abschied. Raymond Chandler.]
caramelblaues
that's it
emmi
fast ein bisschen romantisch. verlaufene wimpertusche hat ja immer etwas verwegenes. auch in meinem alter.
wobei. ich wollte immer weise werden - aber nie alt.
was würde chandler dazu sagen?
"Ich nickte und betrachtete über mein Glas hinweg ihre Stupsnase und ihre sonnengebräunte Haut."
apropos chandler ;)
"Es gibt solche Blondinen und solche, das ist heutzutage fast schon ein geflügelter Witz. Alle Blondinen haben ihre Mucken, mit Ausnahme vielleicht nur der wasserstoffblonden, die jenseits der Chemie so blond sind wie ein Zulu und vom Gemüt so glatt wie ein Bürgersteig. Da gibt es das kleine süsse Blondchen, das piepst und zwitschert, und die große statuenhafte Blondine, die nur einen einzigen ihrer eisblauen Blicke braucht, um einen auf Distanz zu halten. Da gibt es die Blondine, die hinreißend zu einem aufschaut und ebenso hinreißend duftet und schimmert und einem am Arm hängt und die dann immer so sehr, sehr müde ist, wenn man sie heimbringt. Sie macht dauernd diesen hilflosen Eindruck und hat dauernd diese gottverdammten Kopfschmerzen, und man würde ihr am liebsten eine runterhauen, wenn man nicht heilfroh wäre, das mit den Kopfschmerzen noch rechtzeitig entdeckt zu haben, bevor man zuviel Zeit, Geld und Hoffnung in sie investiert hat. Denn diese Kopfschmerzen werden immer da sein, eine Waffe, die nie stumpf wird und so tödlich ist wie der Stoßdegen eines Meuchelmörders oder Lukrezias Giftfläschchen.
Da gibt es die sanfte und willige Blondine mit dem Hang zum Alkohol, der ganz egal ist, was sie anhat, solange es nur Nerz ist, oder wohin man mit ihr geht, solange es nur das "Starlight Roof" ist und der trockene Champagner in Strömen fließt. Da gibt es die kesse kleine Blondine, die ein bisschen bleich ist und für sich selber zahlen will und voll Sonnenschein und Mutterwitz steckt und Judo gelernt hat und einen Lastwagenfahrer mit einem Schulterschwung aufs Kreuz legt, ohne dabei mehr zu verpassen als einen Satz aus dem Leitartikel im "Saturday Review". Da gibt es die blasse, sehr blasse Blondine, die an einer zwar nicht tödlichen, aber unheilbaren Form von Anämie leidet. Sie ist sehr schwach, fast nur noch ein Schatten ihrer selbst, spricht ganz leise wie aus dem Nichts, und man kann sie nicht mal mit dem kleinen Finger anfassen, weil man das erstens gar nicht will und weil sie zweitens gerade "Das wüste Land" liest oder Dante im Original oder Kafka oder Kierkegaard oder Provenzialisch studiert. Sie schwärmt für Musik, und wenn die New Yorker Philharmoniker Hindemith spielen, kann sie einem sagen, welcher der sechs Kontrabässe mit seinem Einsatz ein Viertel zu spät gekommen ist. Ich höre, Toscanini kann das auch. Damit sind es schon zwei.
Und schließlich gibt es die Superblondine, das Prachtstück zum Vorzeigen, das [...]
[aus: Der lange Abschied. Raymond Chandler.]
caramelblaues
that's it
emmi
08 November 2010
im 11ten monat
zu kalt. zu viel kürbis, zu wenig ananas. grippeviren allerorts und am anfang steht ein friedhofsbesuch. der november ist trist. um nicht zu sagen: der monat versprüht noch weniger gute laune als ein abend mit carmen nebel und ist im gesamtpaket fast so missglückt wie die die bundesligasaison des fc bayern münchen.
in diesen grauen tagen versprüht nestflucht eine subtile art von tragik-komischem restcharme. auch wenn sie sich durchaus in der hitze des gefechts ereignen mag. auf jeden fall macht man sich verdächtig. wo man doch jetzt aus dem gröbsten raus sei. quasi schon in der ära der post-depression und die emotionale stabilität zumindest hinsichtlich feindlicher übernahmen ja bereits erreicht sei. bleibt die frage, ob es diese stabilität auch in "nicht-feindlicher" sicht gibt oder ob die redundanz der aussage nicht schon wieder verdächtig ist.
ach, egal, man darf schmunzeln. und das ist wichtig im november. in einer zeit, in der nestflucht auf besuche von weihnachtsmärkten reduziert wird, gipfelstürmer lediglich die lebkuchenberge an den supermarktkassen erklimmen und engel an tannenbäumen auf flugschule sind. ja, so viele kerzen angezündet werden, dass man aufpassen muss, sich nicht die finger zu verbrennen. dann... im 12ten monat.
signalgraues
that's it ;)
in diesen grauen tagen versprüht nestflucht eine subtile art von tragik-komischem restcharme. auch wenn sie sich durchaus in der hitze des gefechts ereignen mag. auf jeden fall macht man sich verdächtig. wo man doch jetzt aus dem gröbsten raus sei. quasi schon in der ära der post-depression und die emotionale stabilität zumindest hinsichtlich feindlicher übernahmen ja bereits erreicht sei. bleibt die frage, ob es diese stabilität auch in "nicht-feindlicher" sicht gibt oder ob die redundanz der aussage nicht schon wieder verdächtig ist.
ach, egal, man darf schmunzeln. und das ist wichtig im november. in einer zeit, in der nestflucht auf besuche von weihnachtsmärkten reduziert wird, gipfelstürmer lediglich die lebkuchenberge an den supermarktkassen erklimmen und engel an tannenbäumen auf flugschule sind. ja, so viele kerzen angezündet werden, dass man aufpassen muss, sich nicht die finger zu verbrennen. dann... im 12ten monat.
signalgraues
that's it ;)
07 Oktober 2010
19 September 2010
trau.rig
ja, es ist traurig. es ist immer traurig, wenn man sich verabschieden muss...
von eigenen hoffnungen, erwartungen, gedanken.
wenn das alles plötzlich - oder eben gar nicht plötzlich und eben doch - irgendwie wegbricht...
da hat man jedes defizit - und klar, besonders auch die eigenen - supertoll weggedichtet... sich jedes x für das geniale u vorgemacht... und sogar noch mehrfach einen oben drauf gesetzt.
warum?
weil es halt so unendlich schwer ist. schwer ist, sich einzugestehen, das passt hinten und vorne nicht.
und dann ist es eben doch mal so weit... nix mehr zu kitten. nix mehr zu sagen. ein letzter lieber gruß. und ja,
that's it.
von eigenen hoffnungen, erwartungen, gedanken.
wenn das alles plötzlich - oder eben gar nicht plötzlich und eben doch - irgendwie wegbricht...
da hat man jedes defizit - und klar, besonders auch die eigenen - supertoll weggedichtet... sich jedes x für das geniale u vorgemacht... und sogar noch mehrfach einen oben drauf gesetzt.
warum?
weil es halt so unendlich schwer ist. schwer ist, sich einzugestehen, das passt hinten und vorne nicht.
und dann ist es eben doch mal so weit... nix mehr zu kitten. nix mehr zu sagen. ein letzter lieber gruß. und ja,
that's it.
la rochefoucauld
hab's ja sonst ned so sehr mit "flotten" sprüchen verstorbener... aber heute kommen die grad recht *gg
Alle Fehler, die man hat, sind verzeihlicher als die Mittel, welche man anwendet, um sie zu verbergen.
Alle Leidenschaften verleiten uns zu Fehlern, die Liebe aber zu den lächerlichsten.
oder in eigener, freier übersetzung:
das herz hält den verstand zum narren.
begehren sie mich bald wieder ;)
that's it.
Alle Fehler, die man hat, sind verzeihlicher als die Mittel, welche man anwendet, um sie zu verbergen.
Alle Leidenschaften verleiten uns zu Fehlern, die Liebe aber zu den lächerlichsten.
oder in eigener, freier übersetzung:
das herz hält den verstand zum narren.
begehren sie mich bald wieder ;)
that's it.
09 September 2010
die gräte, die juden und ein sarrazin
was riechen sie dann?
der tag, an dem ich thilo sarrazin das geheimnis der jüdischen intelligenz verriet
[von leon de winter]
kleiner tipp: wem es zu lang ist, einfach auf seite 2 bei der direkten rede starten... ;)
that's it.
der tag, an dem ich thilo sarrazin das geheimnis der jüdischen intelligenz verriet
[von leon de winter]
kleiner tipp: wem es zu lang ist, einfach auf seite 2 bei der direkten rede starten... ;)
that's it.
03 September 2010
02 September 2010
kladderadatsch
hachzzzz!
was für ein wunderbares wort. bin ich heute zufällig drüber "gestolpert" ;)
ist alt, berlinerisch und bedeutet ca. „etwas fällt herunter und bricht mit krach in scherben“ [wiki]
erdbeerblondes
that's it
was für ein wunderbares wort. bin ich heute zufällig drüber "gestolpert" ;)
ist alt, berlinerisch und bedeutet ca. „etwas fällt herunter und bricht mit krach in scherben“ [wiki]
erdbeerblondes
that's it
01 September 2010
romantischer syllogismus
bei einer einladung, die platon und die deutschen romantiker an einem tisch versammelte, würde beinahe alles über die liebe gesagt werden.
das wesentliche müsste aber der teufel ergänzen.
;)
that's it
das wesentliche müsste aber der teufel ergänzen.
;)
that's it
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